Gedanken im Ruhebereich

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Ich sitze im ICE nach Stuttgart. Der einzige Wunsch bei der Sitzplatz Buchung war der Ruhebereich.

Nachdem nach 2 Stunden Bibi & Tina vom Tablet des kleinen Mädchen verstummt sind, startet die Vierergruppe zwei Reihen vor mir dem Kartenspiel. Das geht nicht ohne Ausrufe.

Ansonsten ist der Ruhebereich ruhig. Leise hört man Musik aus den Kopfhörern drum herum. Das übliche.

Und während ich so meine Augen schließe, um mich etwas auszuruhen, kommen mir folgende Gedanken:

Wie gerne würde ich mich zu der Vierergruppe gesellen und fragen, ob sie die Plätze bewusst reserviert haben oder sich den erst besten Platz gesucht haben. War ihnen bei der Buchung oder dem spontanen suchen bewusst, das es sich um einen Ruhebereich handelt?
Oder wurden sie da nicht drauf aufmerksam gemacht? Sind sie sich bewusst, dass sie die lautesten hier sind? Stört es sie gar nicht?

Genau das würde ich auch die Familie mit dem kleinen Kind fragen, welches nach Bibi und Tina erstaunlich ruhig ist. Gab es keine Kopfhörer? Wurde bewusst der Ruhebereich gewählt?

So gehen die Gedanken weiter, kreisen zu Buchungsvorgängen von Sitzplätzen, Verbesserungen in der Kommunikation oder ob man kostenlose Kopfhörer verteilen sollte. (Natürlich nicht! Was eine Umweltveschmutzung)

Ich öffne wieder meine Augen. Ich wollte mich doch ausruhen und nicht überlegen wie man die Sitzplatz Buchung bei der Bahn so gestalten kann, dass der Ruhebereich ruhig ist.

Doch meine Gedanken fangen in ruhigen Momenten sofort an nach Lösungen zu suchen für die kleinsten Probleme oder sogar nur Abweichungen von der gewünschten Erwartung oder Regel (Ruhe im Ruhebereich). Ich mache das nicht bewusst oder böswillig, sondern ich möchte das Verhalten und die Gedanken dahinter ehrlich verstehen. Ich bin neugierig und wissbegierig in jedem Bereich.

Wie ich dieses lösungsorientierte Denken, welches mir so zu zu fliegen scheint, im Alltag mehr nutzen kann, das möchte ich weiter erforschen.

Und während ich diese Zeilen schreibe, nimmt der Fahrgast hinter mir ein Telefonat an.

Ich gebe es auf, akzeptiere die Situation und fange jetzt meinerseits an etwas in meinen Sachen zu kramen. Ah, da ist das Workbook von meiner Jobcoachin Insa Uhlenkamp.

Hier widme ich mich jetzt meinen Interessen, Stärken und Potenzialen. Denn ich bin nicht nur neugierig gegenüber anderen Personen, sondern auch von mir möchte ich alles wissen, ergründen und verstehen.

Also, ich bin neugierig:
Was fällt dir leicht? Wie bist du drauf gekommen, dass du etwas gut kannst?

Herzliche Grüße,
Lucy

Ein Kommentar

  1. Aha,
    Mir fällt es leicht Dinge einfach auszuprobieren, vorraus gesetzt es besteht ein gewisses Interesse oder ein gewisser Zwang (Arbeit zb.). Auch wenn ich das noch nie gemacht habe. Zum Beispiel eine Garage in ein duschbüro umzubauen. Noch nie gemacht , aber wird schon gut werden.

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